„Es war eine tolle Teamleistung“
Sonntag, 11. Oktober 2020 (09:04:39 Uhr)
Einen erfolgreichen Start in die neue Handball-Saison erlebten die TGB-Damen am Samstag in der PG-Arena. Gegen den Favoriten TV Reichenbach konnte man sich nach sehr schlechtem Start schließlich mit 29:22 durchsetzen. Grundlage war eine starke Teamleistung und eine tolle kämpferische Leistung, vor allem in der Defensive.

Gut 60 Zuschauer fanden trotz strenger Hygiene-Bestimmungen den Weg in die Biberacher PG-Arena und sollten am Ende nicht enttäuscht werden. Dabei standen die Vorzeichen auf Punkte aus TGB-Sicht nicht gerade rosig. Auf einige wichtige Spielerinnen musste verzichtet werden und so blieb abzuwarten, wie das Team die Umstellungen wird verkraften können. Dazu kam mit dem TV Reichenbach des Trainerduos Hans-Phlipp Haug und Moritz Greth eine sehr erfahrene Mannschaft in die PG-Arena, die in den letzten Spielzeiten stets zur Spitzengruppe der Württembergliga zählte. Schon rein optisch waren die körperlich starken TVlerinnen den Biberacherinnen doch überlegen – und genau so gestaltete sich auch der Start in die Partie.
Horrorstart zu Beginn
Nur sehr schleppend (und das ist noch untertrieben) kamen die TGBlerinnen in die Partie. Die Gäste wirkten wacher, schneller und einfach giftiger. Maike Kienzlen, Susanne Teichmann und Selin Genc trafen zu Beginn und die TGB lag bereits nach fünf Minuten mit 0:3 im Rückstand. Es schien so, als müsste die Mannschaft um die Debütantinnen Elena Kramer, Leonie Kuhn und Jule Fischer nach der langen Pflichtspielpause erst wieder Fahrt aufnehmen. Erster Lichtblick war dann das 1:3 in der achten (!) Spielminute durch die A-Jugendliche Lea Unterfrauner. Doch das Spiel besserte sich zunächst nicht: Im Angriff fehlte der Zug zum Tor, hinten bekam man die gefährliche Mischung der Gäste aus Zusammenspiel mit dem Kreis und Rückraumwürfen nicht in den Griff und auch Torhüterin Andrea Bretzel bekam zunächst keine Hand an die Bälle. Nach 12 gespielten Minuten stand es 2:7 (Nadja Math hatte zwischenzeitlich den 2. TGB-Treffer markiert).
Steigerung in allen Bereichen
Nun aber besserte sich das TGB-Spiel nach und nach. Erneut Nadja Math, Valentina Herth, Leonie Kuhn und Julia Spies konnten nun die nächsten Treffer erzielen (6:10). Das Spiel wurde nun generell immer besser. Im Angriff suchte man trotz der sehr aggressiven Abwehr der Gäste des Öfteren den Weg zum Tor, was nun immer wieder belohnt wurde. Zusätzlich bekam man in der Abwehr die gegnerischen Kreisläuferinnen immer besser in den Griff. Beim Stand von 7:12 aus TGB-Sicht sahen die Zuschauer in der Folge einen Zwischensprint auf 12:12 (26. Spielminute), der auch von einer Auszeit der Gäste nicht unterbrochen wurde. Erneut der starken Julia Spies gelang der 14:13-Führungstreffer, mit dem man auch in die Halbzeitpause gehen konnte.
Die TGB-Mädels hatten nun Selbstvertrauen, die Körpersprache wurde besser und man glaubte jetzt wieder an sich. Genau mit dieser Einstellung ging man dann in den zweiten Durchgang, mit dem Ziel, diesen besser zu starten als den ersten. Und das gelang: Von 14:13 legte man bis zum 18:13 weitere Treffer nach (Spies, Unterfrauner und Svenja Hardegger trafen).
Rote Karte kann TGB nicht stoppen
In der 35. Spielminute sah dann die sehr gut aufgelegte Julia Spies eine unberechtigte rote Karte, doch auch dieser für die Psyche heike Moment brachte den Rest des Teams nicht aus der Bahn. „Jetzt erst recht“ forderte Betreuerin Yvonne Schneider und so zeigten Andrea Bretzel, die den fälligen Strafwurf hielt und im Gegenzug Nadja Math mit dem 19:13 die richtige Reaktion. Bretzel steigerte sich nun von Minute zu Minute und hielt zahlreiche Bälle. Vorne fand man die richtige Mischung aus Geduld und Mut und hielt so die Gäste auf Distanz. Die A-Jugendlichen Leonie Kuhn und Jule Fischer sorgten mit den Treffern zum 24:18 und zum 25:18 zehn Minuten vor dem Ende für eine erste, kleine Vorentscheidung. Doch nun musste man sich noch einer doppelten Manndeckung erwehren. Aber auch hier agierte man in den letzten Minuten clever und ließ sich die verdienten zwei Heimpunkte zum Saisonauftakt nicht mehr aus der Hand nehmen. Am Ende gewann man nach anstrengenden 60 Minuten mit 29:22.
Nach einer ganz schlechten Anfangsphase steigerte sich das Team in allen Bereichen nach und nach. Durch viel Kampf und Einsatz konnte man verdient zwei Punkt ein Biberach behalten. Es war insgesamt eine tolle Teamleistung, auf die es aufzubauen gilt.
Vielen Dank an alle Zuschauer und vor allem an die Helfer vor Ort, allen voran Mo, Archie, Marion und Armin, die für einen reibungslosen Ablauf des Heimspieltages unter Corona-Bedingungen gesorgt haben. Vielen Dank an die weiteren Helfer Steffi (Hallensprecherin), Sarah (Hallen-DJ), Lynn (Wischerin ohne Einsatz) und Jessi (Schiedsgericht).
Dem TV Reichenbach wünschen wir für die weiteren Spiele viel Erfolg und der verletzten Susanne Teichmann gute und schnelle Besserung.
Das TGB-Team: Andrea Bretzel (Tor), Jule Fischer (1 Tor), Leonie Kuhn (6), Svenja Hardegger (3), Anne Münzer (1), Julia Spies (3), Nadja Math (3), Lea Unterfrauner (4), Lissy Branz (1), Jenny Wagner, Valti Herth (1), Rebecca Kunz (1), Annki Branz (2) und Elena Kramer (3). Außerdem: Yvonne Schneider
Schiedsrichter: Rupp / Glöggler (SC Lehr)
Siebenmeter: TGB (1/1) – TVR (¾)
Zeitstrafen: TGB (2) – TVR (4)
Rote Karten: TGB (1) – TVR (0)
Zuschauer: 60
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